Lebenslanges Lernen: Hintergrund & Tipps

Weiterbildung
Junge Frau lernt an der frischen Luft

Lebens­lan­ges Ler­nen ist ein oft gebrauch­ter Begriff in Bil­dung und Poli­tik. Gemeint ist damit die ste­te Wei­ter­bil­dung, die nicht mit dem Berufs- oder Uni­ver­si­täts­ab­schluss endet. Ange­sichts von Glo­ba­li­sie­rung, tech­ni­schem Fort­schritt und demo­gra­phi­schem Wan­del ist es schließ­lich so wich­tig wie nie, sich kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Wir zei­gen Ihnen, wie das gelingt!


Lebens­lan­ges Ler­nen wird auch gele­gent­lich als lebens­be­glei­ten­des Ler­nen oder per­ma­nen­te Erzie­hung bezeich­net. Für lebens­lan­ges Ler­nen gibt es gera­de im inter­na­tio­na­len Kon­text vie­le Begrif­fe, z. B. im eng­li­schen Sprach­raum lifel­ong lear­ning, lifel­ong edu­ca­ti­on, recur­rent edu­ca­ti­on oder auf Fran­zö­sisch édu­ca­ti­on per­ma­nen­te. Gemeint ist, dass man sich ein Leben lang auf neue Anfor­de­run­gen ein­stellt und Neu­es dazu­lernt. Für man­che Berufs­zwei­ge ist dies unum­gäng­lich, etwa für Ärz­te, die sich stets mit neu­en Medi­ka­men­ten und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Aber auch in ande­ren Beru­fen kann nicht dar­auf ver­zich­tet wer­den, auf dem Lau­fen­den zu blei­ben. Man den­ke bei­spiels­wei­se an den IT-Bereich, wo stän­dig neue Errun­gen­schaf­ten zugleich neue Mög­lich­kei­ten eröff­nen. Auch gilt dies für den Bil­dungs­be­reich, wo Leh­ren­de schließ­lich immer aktu­el­les Wis­sen für ihre Schü­ler bereit­stel­len müs­sen.

Ursprung des Begriffs

Erst­ma­lig tauch­te der Begriff des lebens­lan­gen Ler­nens 1962 auf. Im Rah­men der UNESCO-Kon­fe­renz in Ham­burg fand sich der Hin­weis, dass das von der Pari­ser Zen­tra­le ein­ge­setz­te Inter­na­tio­nal Com­mit­tee for the Advan­ce­ment of Adult Edu­ca­ti­on eine lifel­ong edu­ca­ti­on for all for­der­te. Wäh­rend der Begriff der lifel­ong edu­ca­ti­on zunächst inter­na­tio­na­len Ursprung hat­te, geriet er spä­ter immer mehr in den euro­päi­schen Fokus. 1996 erklär­te die Euro­päi­sche Uni­on das Jahr 1996 zum Euro­päi­schen Jahr des lebens­be­glei­ten­den Ler­nens. Die Fol­ge: Laut Lite­ra­tur- und For­schungs­re­port Wei­ter­bil­dung (PDF 858 KB) gab es dar­auf­hin unzäh­li­ge Kon­fe­ren­zen, Kom­mis­sio­nen, Semi­na­re, Pro­jek­te, Denk­schrif­ten und Publi­ka­tio­nen, die die Idee des lebens­lan­gen Ler­nens zum Inhalt hat­ten. Doch wel­chen Sinn hat­te das?

Das Europäische Jahr des lebensbegleitenden Lernens

Mit der Benen­nung Euro­päi­scher Jah­re ver­folgt man gene­rell das Ziel, Dis­kus­sio­nen zu bestimm­ten The­men anzu­sto­ßen. Das The­ma eines Euro­päi­schen Jah­res wird aus­ge­wählt, indem The­men von der Kom­mis­si­on vor­ge­schla­gen und vom Euro­päi­schen Par­la­ment und den Regie­run­gen der EU-Län­der ange­nom­men wer­den. Damit geht u. a. ein­her, dass auch finan­zi­el­le Mit­tel für spe­zi­el­le Pro­jek­te zum The­men­be­reich zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Das ist für die For­schung sehr wich­tig, um die Arbeit in einem bestimm­ten Fach­ge­biet auch finan­zie­ren zu kön­nen. Auf die­se Wei­se wird die Aus­ein­an­der­set­zung in Leh­re und For­schung zu einem bestimm­ten The­ma ange­regt.

Was ist unter lebenslangem Lernen denn nun zu verstehen?

Eine all­ge­mein­gül­ti­ge Defi­ni­ti­on für lebens­lan­ges Ler­nen exis­tiert in die­ser Form nicht. Sucht man im Inter­net jedoch nach einer Defi­ni­ti­on, stößt man bei­spiels­wei­se bei Wiki­pe­dia auf eine Defi­ni­ti­on, der­zu­fol­ge lebens­lan­ges Ler­nen „auf der Basis indi­vi­du­el­ler Selbst­be­stim­mung zur opti­ma­len per­sön­li­chen Bewäl­ti­gung aller Lebens­her­aus­for­de­run­gen […] befä­hi­gen [soll].“ Was zunächst sehr abs­trakt klingt, soll schlicht­weg bedeu­ten, dass eine Berufs­aus­bil­dung und/oder ein Stu­di­um heut­zu­ta­ge immer sel­te­ner dazu befä­hi­gen, dass man eine kom­plet­te Berufs­lauf­bahn bis zur Ren­te bewäl­ti­gen und damit aktiv an der Gesell­schaft teil­ha­ben kann. Durch lebens­lan­ges Ler­nen soll genau das sicher­ge­stellt wer­den.

Unterschiedliche Umgebungen sind möglich

Lebens­lan­ges Ler­nen bedeu­tet, dass man sich krea­tiv auf die wech­seln­den Anfor­de­run­gen des Berufs­le­bens ein­stellt. Das muss nicht zwangs­läu­fig in Form von klas­si­schen Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen erfol­gen. Eine soge­nann­te lern- oder kom­pe­tenz­för­der­li­che Umge­bung kann auch im pri­va­ten Bereich gege­ben sein, etwa im Rah­men einer ehren­amt­li­chen Tätig­keit. Wenn Ler­nen also unter ganz ver­schie­de­nen Bedin­gun­gen und in unter­schied­li­chen Umge­bun­gen mög­lich ist, wie funk­tio­niert es eigent­lich?

Wie lernt man?

Wenn unser Gehirn arbei­tet, wer­den elek­tri­sche Signa­le abge­feu­ert und die­se Signa­le wer­den von den Syn­ap­sen gewis­ser­ma­ßen in che­mi­sche Boten­stof­fe über­setzt und in einer Art Ket­ten­re­ak­ti­on immer wei­ter­ge­lei­tet bis zur rich­ti­gen Stel­le. Die­ses Netz­werk aus Syn­ap­sen und Ner­ven­zel­len (Neu­ro­nen) wird im Lau­fe eines Lebens andau­ernd erwei­tert. Mit jeder neu­en Erfah­rung, jedem neu­en erlern­ten Wort und jeder neu erlern­ten Bewe­gungs­ab­fol­ge ent­ste­hen neue Ver­knüp­fun­gen, die das Netz­werk dich­ter machen. Bestehen­de Ver­knüp­fun­gen kön­nen stär­ker wer­den, nicht genutz­te aber auch wie­der ver­schwin­den. Die­se Vor­gän­ge voll­zie­hen sich noch bis ins hohe Alter. Daher muss man auch nicht davor zurück­schre­cken, Neu­es zu ler­nen, nur weil man nicht mehr der oder die Jüngs­te ist.

Verschiedene Formen des Lernens

Abhän­gig von der Art der Infor­ma­ti­on kann man auf ganz ver­schie­de­ne Wei­se ler­nen, u. a.  durch:

  • Aus­wen­dig­ler­nen: Beim Aus­wen­dig­ler­nen geht es um die ori­gi­nal­ge­treue Wie­der­ga­be von Lern­in­hal­ten. Das ist zum Bei­spiel beim Erler­nen einer neu­en Spra­che bzw. beim Ler­nen von Voka­beln der Fall.
  • Dia­lo­gi­sches Ler­nen: Beim dia­lo­gi­schen Ler­nen steht nicht die Lehr­kraft im Vor­der­grund, son­dern vor allem die Schü­ler. Die­se wer­den dazu ermu­tigt, sich durch Rede­bei­trä­ge ganz aktiv am Unter­richt zu betei­li­gen und die­sen mit­zu­ge­stal­ten. Das gelingt, indem die Lehr­kraft offe­ne Fra­gen an die Schü­ler rich­tet.
  • E-Lear­ning: Damit ist eine Form des Ler­nens gemeint, bei der elek­tro­ni­sche oder digi­ta­le Medi­en für die Prä­sen­ta­ti­on und Dis­tri­bu­ti­on von Lern­ma­te­ria­li­en genutzt wer­den.
  • Enkul­tu­ra­ti­on: Enkul­tu­ra­ti­on ist ein Lern­pro­zess, der sich voll­zieht, indem man als Teil einer Gesell­schaft auf­wächst. Gemeint ist damit, dass Eltern, Leh­rer und die Umge­bung im All­ge­mei­nen gesell­schaft­li­che Nor­men vor­le­ben, die man dadurch (teils unbe­wusst) erlernt.
  • Epi­sodi­sches Ler­nen: Epi­sodi­sches Ler­nen ist eine (durch Erfah­rung erlern­te) Ver­hal­tens­än­de­rung, die auf­grund eines Ereig­nis­ses erfolgt. Das wäre z. B. dann der Fall, wenn man immer die Trep­pe hin­un­ter­rennt bis man eines Tages hin­fällt und dar­auf­hin beim Trep­pen­lau­fen die Hand­füh­rung benutzt.
  • For­ma­les Ler­nen: For­ma­les Ler­nen erfolgt inner­halb des klas­si­schen Schul­sys­tems zwi­schen einem Leh­rer und einem Schü­ler.
  • Infor­mel­les Ler­nen: Infor­mel­les Ler­nen ist das Ler­nen im Rah­men ganz all­täg­li­cher Situa­tio­nen, z. B. wenn man lernt, wie man ein bestimm­tes Essen zube­rei­tet.
  • Mul­ti­me­dia­les Ler­nen: Damit ist die Ver­knüp­fung von Text- und Bild­prä­sen­ta­tio­nen für die Ver­mitt­lung von Lern­in­hal­ten gemeint.
  • Pro­jekt­ler­nen: Beim Pro­jekt­ler­nen wer­den Kennt­nis­se anhand eines Pro­jekts ver­mit­telt. Ein Bei­spiel dafür wäre z. B. eine Übungs­fir­ma.

Unterschiedliche Lerntypen

Doch nicht jeder lernt auf die glei­che Wei­se auch glei­cher­ma­ßen effi­zi­ent. Wäh­rend der eine am bes­ten lernt, indem er Infor­ma­tio­nen noch ein­mal auf­schreibt, gelingt es dem ande­ren bes­ser, sich neue Din­ge ein­zu­prä­gen, indem er sie hört. Auch ohne eine Kennt­nis der Lern­ty­pen erar­bei­ten die meis­ten im Lau­fe ihrer Bil­dungs­lauf­bahn eine indi­vi­du­el­le Metho­de, mit der ihnen das Ler­nen beson­ders leicht fällt.

Vier Lerntypen nach Vester

Der deut­sche Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor und Autor Fre­de­ric Ves­ter gab die­sem Phä­no­men einen Namen. Er ver­trat in sei­nem Buch Den­ken, Ler­nen, Ver­ges­sen den Stand­punkt, dass die Lern­ef­fek­ti­vi­tät gestei­gert wer­den kann, indem der indi­vi­du­ell bevor­zug­te Wahr­neh­mungs­ka­nal ange­spro­chen wird. Sei­ne Defi­ni­ti­on der ver­schie­de­nen Lern­ty­pen wird ins­be­son­de­re im Zusam­men­hang mit ganz­heit­li­chem Ler­nen, hand­lungs­ori­en­tier­tem Ler­nen und Neu­ro-Lin­gu­is­ti­schem Pro­gram­mie­ren (kurz: NLP) auf­ge­grif­fen. Ves­ter unter­schied vier ver­schie­de­ne Lern­ty­pen:

  • Visu­el­ler Lern­typ: Der visu­el­le Lern­typ lernt am liebs­ten mit dem Auge, d. h. er bevor­zugt Bil­der und Gra­fi­ken, um etwas bes­ser zu ver­ste­hen. Auch durch das rei­ne Lesen von Tex­ten erzielt die­ser Typ gute Erfol­ge oder auch durch Ler­nen mit Video­ma­te­ri­al.
  • Audi­tiver Lern­typ: Der audi­tive Lern­typ lernt am bes­ten, wenn er Infor­ma­tio­nen mit dem Ohr auf­nimmt. Sei­ne Stär­ke ist es, Gesprä­chen oder Vor­trä­gen zu fol­gen. Als Lern­ma­te­ri­al eig­nen sich Audio- und Video­auf­zeich­nun­gen oder aber, wenn er sich Tex­te selbst laut vor­liest.
  • Hap­ti­scher Lern­typ: Der hap­ti­sche Lern­typ, auch moto­ri­scher Lern­typ genannt, lernt am bes­ten durch „lear­ning by doing“. Er möch­te aktiv am Lern­pro­zess betei­ligt sein. Ins­be­son­de­re prak­ti­sche Vor­füh­run­gen kön­nen ihm dabei hel­fen, neue Infor­ma­tio­nen dau­er­haft auf­zu­neh­men.
  • Intel­lek­tu­el­ler Lern­typ: Der intel­lek­tu­el­le Lern­typ wird auch abs­trakt-ver­ba­ler Lern­typ genannt. Er spei­chert Din­ge ab, indem er über sie nach­denkt. Nach Ves­ter kann die­ser Lern­typ auch abs­trak­te Infor­ma­tio­nen wie bei­spiels­wei­se mathe­ma­ti­sche For­meln pro­blem­los abspei­chern.

Verschiedene Lerntypentests

Beim Lern­ty­pen­test nach Ves­ter wer­den dem Prüf­ling vom Prü­fer zehn ver­schie­de­ne Begrif­fe vor­ge­le­sen. Der Prüf­ling muss sich die­se Begrif­fe dann so gut wie mög­lich ein­prä­gen. Dann folgt eine Pau­se von etwa 30 Sekun­den, in wel­cher leich­te Rechen­auf­ga­ben gelöst wer­den müs­sen. Im Anschluss soll sich der Prüf­ling an die zehn Begrif­fe erin­nern und die­se auf­schrei­ben. Dies wird mit jeweils zehn Begrif­fen wie­der­holt, die der Prüf­ling als Objekt gezeigt bekommt, die er als Wort liest oder die er blind ertas­ten soll. Das Ergeb­nis soll zei­gen, auf wel­che Wei­se der Prüf­ling am effi­zi­en­tes­ten ler­nen kann. Mitt­ler­wei­le haben sich aber noch ver­schie­de­ne ande­re Lern­ty­pen­tests eta­bliert, die auf dem Test von Ves­ter auf­bau­en. Auch besteht online auf ver­schie­de­nen Inter­net­sei­ten die Mög­lich­keit, Lern­ty­pen­tests via Selbst­ein­schät­zung im Schnell­ver­fah­ren abzu­le­gen, um so einen gro­ben Ein­druck davon zu bekom­men, zu wel­chem Typ man zuge­ord­net wer­den kann.

Vom Lerntyp zur Lernmethode

Die Ein­tei­lung in ver­schie­de­ne Lern­ty­pen ist in der Lern­psy­cho­lo­gie zwar umstrit­ten. Aller­dings zei­gen sie auf, wie wich­tig es ist zu wis­sen, was jeman­dem beim Ler­nen hilft. Denn wer sich ein Leben lang mit Ler­nen beschäf­ti­gen soll, der soll­te das schließ­lich auch ger­ne tun. Das gelingt vor allem dann, wenn beim Ler­nen kein Frust ent­steht. Und das ver­mei­det man wie­der­um am bes­ten, indem man nicht ver­sucht, auf eine Wei­se zu ler­nen, die nicht zu einem passt. Vie­le glau­ben, dass sie Schwie­rig­kei­ten dabei haben, sich Lern­stoff über­haupt ein­zu­prä­gen. Dabei gilt für alle: Es gibt Metho­den, die das Ler­nen erleich­tern.

Einfaches Lernen ohne viel Aufwand

Vie­le set­zen beim Ler­nen näm­lich auf schlich­tes Aus­wen­dig­ler­nen. Dabei min­dert gera­de das den Lern­er­folg. Um erfolg­reich zu ler­nen, muss man einer­seits natür­lich den Lern­stoff lesen, aber vor allem muss man ihn auch ver­ste­hen. Dabei hel­fen kön­nen drei ein­fa­che Stra­te­gi­en.

1. Reduktives Lernen

Beim reduk­ti­ven Ler­nen ver­kürzt man den Inhalt vor dem Ler­nen auf das Wesent­li­che. Dazu unter­streicht man die wich­tigs­ten Stel­len und notiert sich die­se als Zusam­men­fas­sung. Doch wie trennt man Wich­ti­ges von Über­flüs­si­gem? Am bes­ten ach­tet man auf die Über­schrift bzw. den Titel des Tex­tes. Wenn dort z. B. steht „Kind­heit und Jugend in Deutsch­land“, dann soll­te man den Text unter die­sem Gesichts­punkt lesen.

2. Elaboratives Lernen

Beim ela­bo­ra­ti­ven Ler­nen bear­bei­tet man einen Text so, dass man zu den dar­in vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen eige­nes Wis­sen bei­steu­ert. Dazu stellt man sich selbst Fra­gen wie z. B.: War­um ist das so? Wie kam der Autor zu die­ser Fest­stel­lung? Im Anschluss fasst man das jewei­li­ge Kapi­tel in eige­nen Wor­ten (!) zusam­men. So stellt man sicher, dass man den Inhalt des Tex­tes auch wirk­lich ver­stan­den hat.

3. Lernstoff in Bilder fassen

Bil­der kann man sich gene­rell bes­ser mer­ken als Tex­te aus Zah­len und Fak­ten. Des­halb soll man sich beim Ler­nen selbst die Fra­ge stel­len: Was sehe ich, wenn ich das Wort oder die Infor­ma­ti­on lese? Für Rei­hen­fol­gen, Auf­zäh­lun­gen oder Glie­de­run­gen hilft es vor allem, sich die­se als eine Rou­te mit einer Abfol­ge von Sta­tio­nen vor­zu­stel­len.

Lernen als Lebensentwurf

Lebens­lan­ges Ler­nen bedeu­tet für vie­le letz­ten Endes auch, dass man sich die Fra­ge stel­len muss: Wie viel mei­ner (Frei-)Zeit bin ich bereit, für Bil­dung zu opfern? Denn wer Fami­lie und viel­leicht sogar Kin­der hat, hat i. d. R. nicht viel frei ver­füg­ba­re Zeit.
Wer Bil­dung und Wei­ter­bil­dung jedoch weni­ger als Arbeit ver­steht, son­dern als Inves­ti­ti­on oder gar Hob­by, für den ist es auch kei­ne zusätz­li­che Last, sich in sei­ner Frei­zeit damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Dafür ist aber natür­lich ent­schei­dend, dass man ger­ne macht, was man tut.

Gera­de da bie­tet eine Wei­ter­bil­dung Chan­cen. Schließ­lich kann man sei­ne Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten in den Berei­chen aus­bau­en, in denen die eige­nen Inter­es­sen lie­gen. Wer viel­leicht schon immer einen Blog betrei­ben woll­te, kann eine Fort­bil­dung im Soci­al Media-Bereich besu­chen. Wer ein heim­li­ches Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent ist, kann vor allem Wei­ter­bil­dun­gen im Bereich Pro­jekt­ma­nage­ment und Per­so­nal­füh­rung besu­chen. Ent­schei­dend ist, dass man selbst weiß, wofür man sich inter­es­siert. Dar­auf auf­bau­end kann man dann schau­en, was man benö­tigt, um sich beruf­lich oder pri­vat dort­hin zu ent­wi­ckeln.

Lebenslanges Lernen in der Kritik

Gera­de in Deutsch­land hat lebens­lan­ges Ler­nen aber oft auch einen schlech­ten Ruf. Denn wer noch ler­nen muss, der kann wohl nicht viel, so das Vor­ur­teil. Das mag an dem Aus­bil­dungs­sys­tem in mit dem brei­ten Ange­bot an Berufs­aus­bil­dun­gen lie­gen. Schließ­lich durch­läuft man hier Aus­bil­dun­gen zu ganz spe­zi­fi­schen Berufs­bil­dern und erlangt mit dem Abschluss der Aus­bil­dung auch zugleich die Befä­hi­gung, den Beruf aus­zu­üben. Wozu also wei­ter­bil­den?

Dabei ist es ange­sichts von Fach­kräf­te­man­gel und expo­nen­ti­ell wach­sen­dem Fort­schritt so wich­tig wie nie, aktu­el­le Ent­wick­lun­gen mit­zu­ge­hen. Gera­de im digi­ta­len Zeit­al­ter exis­tie­ren in allen Bran­chen sehr ver­schie­de­ne Berufs­bil­der mit unter­schied­li­chen Nuan­cen. Das zeigt bereits der Blick in die Stel­len­an­zei­gen. Hier wer­den oft sehr spe­zi­fi­sche Kennt­nis­se, etwa im Umgang mit spe­zi­el­ler Soft­ware, ver­langt. Wer die­se nach­wei­sen kann, hat dann einen ent­schei­den­den Wett­be­werbs­vor­teil. Zudem darf man nicht ver­ges­sen, dass neue Kennt­nis­se immer auch einen neu­en Blick auf Bewähr­tes zulas­sen und so erst Inno­va­tio­nen ermög­li­chen.

Gute Gründe für (Weiter-)Bildung

Gera­de, wer sich eine Gehalts­er­hö­hung erhofft, soll­te sich nicht auf sei­nen bis­he­ri­gen Kennt­nis­sen und Skills aus­ru­hen, son­dern dafür sor­gen, dass er sei­nem Arbeit­ge­ber (oder auch einem neu­en Arbeit­ge­ber) immer neue Fähig­kei­ten anbie­ten kann. Schließ­lich bekommt man kei­ne Gehalts­er­hö­hung dafür, dass man den Job, für den man ein­ge­stellt wur­de, gut erle­digt und über Kennt­nis­se ver­fügt, für die er ein­ge­stellt wur­de.

Bildung beugt Krankheiten im Alter vor

Ein wei­te­rer Grund, nicht ein­zu­ros­ten, ist der Erhalt der men­ta­len Gesund­heit. Denn je bes­ser man aus­ge­bil­det ist, des­to stär­ker ist man auch gegen Erkran­kun­gen wie z. B. Alz­hei­mer gewapp­net. Der Grund: Den­ken und Ler­nen schei­nen die Dich­te neu­ro­na­ler Ver­bin­dun­gen im Gehirn zu erhö­hen. Es wer­den so gewis­ser­ma­ßen Reser­ven gebil­det, mit denen der Mensch den Ver­lust von Ner­ven­zel­len im Alter bes­ser aus­glei­chen kann. Einer Stu­die, der soge­nann­ten Non­nen­stu­die, zufol­ge konn­ten bes­ser aus­ge­bil­de­te Pro­ban­den noch bis zum Tod anspruchs­vol­len Auf­ga­ben nach­ge­hen, auch wenn ihr Gehirn bereits star­ke Ver­än­de­run­gen zeig­te.

Kosten und Förderungsmöglichkeiten

Die Kos­ten für Wei­ter­bil­dun­gen vari­ie­ren sehr stark und hän­gen davon ab, wo man die Wei­ter­bil­dung machen möch­te. Doch abhän­gig von den indi­vi­du­el­len Vor­be­din­gun­gen exis­tie­ren diver­se Mög­lich­kei­ten, eine finan­zi­el­le För­de­rung zu erhal­ten. An die­ser Stel­le wird nur ein klei­ner Über­blick über Sti­pen­di­en gebo­ten; natür­lich exis­tie­ren auch noch wei­te­re För­de­rungs­ar­ten wie z. B. das Schü­ler- oder Meis­ter-Bafög.

Die Förderung durch die Bundesagentur und das Jobcenter

Für Erwerbs­lo­se in Bezug von Arbeits­lo­sen­geld I und II besteht die Mög­lich­keit, dass die Kos­ten einer Wei­ter­bil­dung in Form eines soge­nann­ten Bil­dungs­gut­scheins oder Akti­vie­rungs- und Ver­mitt­lungs­gut­scheins über­nom­men wer­den. Das ist als Inves­ti­ti­on der jewei­li­gen Insti­tu­ti­on zu ver­ste­hen. Schließ­lich haben gut aus­ge­bil­de­te Arbeit­su­chen­de bes­se­re Ver­mitt­lungs­chan­cen und auch eine bes­se­re lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve. Vie­les ist hier mach­bar, jedoch hat man dar­auf kei­nen Rechts­an­spruch. Dies sind soge­nann­te „Kann-Leis­tun­gen“.

Gute Aus­sich­ten auf eine För­de­rung hat man vor allem dann, wenn die Wei­ter­bil­dung dazu befä­higt, in einem Berufs­feld tätig zu wer­den, in wel­chem ein hoher Bedarf an Arbeits­kräf­ten besteht. Das kann natür­lich regio­nal vari­ie­ren. Sie ken­nen sich auf dem Arbeits­markt nicht aus und/oder wis­sen nicht, was für eine Wei­ter­bil­dung für Sie Sinn erge­ben wür­de? Auch Fak­tum bie­tet ver­schie­de­ne Wei­ter­bil­dun­gen an, deren Kos­ten von der Bun­des­agen­tur und dem Job­cen­ter über­nom­men wer­den kön­nen. Unter der Tele­fon­num­mer 02166 128300 kön­nen Sie ein unver­bind­li­ches und kos­ten­frei­es Bera­tungs­ge­spräch ver­ein­ba­ren.

WeGeBau – Weiterbildung von Beschäftigten

Doch auch, wer sich in einem Anstel­lungs­ver­hält­nis befin­det, kann auf­at­men. In die­sem Fall besteht die Mög­lich­keit, finan­zi­el­le Unter­stüt­zung im Rah­men des Pro­jekts WeGe­Bau (PDF 543 KB) durch die Bun­des­agen­tur für Arbeit zu erhal­ten. Die Kos­ten für eine Wei­ter­bil­dung kön­nen dann in Abhän­gig­keit vom Alter und der Betriebs­grö­ße ent­we­der ganz oder teil­wei­se über­nom­men wer­den oder aber auch in Form einer ein­ma­li­gen Prä­mie aus­ge­zahlt wer­den. Wer­den die Aus­bil­dungs­kos­ten nur teil­wei­se über­nom­men, über­nimmt der Arbeit­ge­ber die übri­gen Kos­ten.

Klingt unwahr­schein­lich? Ganz und gar nicht! Der Erhalt von Arbeits­plät­zen bzw. von Ange­stell­ten in bestimm­ten Posi­tio­nen kön­nen sich auch für Arbeit­ge­ber loh­nen. Schließ­lich sind mit Per­so­nal­wech­seln immer auch Kos­ten ver­bun­den, weil neue Arbeit­neh­mer ein­ge­ar­bei­tet wer­den müs­sen. Arbeit­neh­mer, die sich bereits län­ger im Betrieb befin­den, ken­nen sich i. d. R. auch mit den betrieb­li­chen Bege­ben­hei­ten bes­ser aus. Es kann sich also durch­aus für einen Betrieb loh­nen, dar­in zu inves­tie­ren, dass ein Ange­stell­ter z. B. spe­zi­fi­sche EDV-Kennt­nis­se erwirbt. Und für die Bun­des­agen­tur für Arbeit lohnt es sich ins­be­son­de­re dadurch, dass dro­hen­de Arbeits­lo­sig­keit so ver­mie­den wer­den kann.

Das Aufstiegsstipendium

Wer schon eine Berufs­aus­bil­dung absol­viert hat und eine min­des­tens zwei­jäh­ri­ge Berufs­er­fah­rung vor­wei­sen kann, kann auch über das Auf­stiegs­sti­pen­di­um des Bun­des eine För­de­rung für ein Voll­zeit­stu­di­um oder ein berufs­be­glei­ten­des Stu­di­um erhal­ten. Jähr­lich wer­den rund 1.000 Auf­stiegs­sti­pen­di­en über die Stif­tung Begab­ten­för­de­rung beruf­li­che Bil­dung (SBB) ver­ge­ben. Aktu­ell pro­fi­tie­ren davon mehr als 4.500 Sti­pen­dia­ten und Sti­pen­dia­tin­nen an über 300 Hoch­schu­len, was das Auf­stiegs­sti­pen­di­um zu einem der größ­ten Stu­di­en­sti­pen­di­en in Deutsch­land macht.

Für ein Voll­zeit­stu­di­um beträgt das Sti­pen­di­um monat­lich 735 Euro plus 80 Euro Bücher­geld. Zusätz­lich wird für Kin­der unter zehn Jah­ren eine Betreu­ungs­pau­scha­le von 130 Euro je Kind gewährt. Dabei wird die För­de­rung anders als beim BAföG als Pau­scha­le aus­be­zahlt und ist ein­kom­mens­un­ab­hän­gig. Aller­dings wird auch hier nur ein Erst­stu­di­um geför­dert. Wer also bereits einen Stu­di­en­ab­schluss vor­wei­sen kann, für den kommt das Auf­stiegs­sti­pen­di­um nicht in Fra­ge.

Das Weiterbildungsstipendium

Das Wei­ter­bil­dungs­sti­pen­di­um des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF) ist dazu da, um jun­ge Men­schen nach einem beson­ders erfolg­rei­chen Abschluss einer Berufs­aus­bil­dung bei der wei­te­ren beruf­li­chen Qua­li­fi­zie­rung zu unter­stüt­zen. Für die Teil­nah­me an fach­li­chen Lehr­gän­gen wie z. B. zum Tech­ni­ker, Hand­werks­meis­ter, Fach­wirt, aber auch für EDV-Kur­se oder Inten­siv­sprach­kur­se kann man eine För­de­rung von bis zu 7.200 Euro erhal­ten. Jähr­lich wer­den hier­für rund 6.000 neue Sti­pen­dia­ten auf­ge­nom­men; aktu­ell wer­den bereits über 17.000 Men­schen geför­dert.

Die Vor­aus­set­zung für die För­de­rung ist, dass man grund­sätz­lich jün­ger als 25 Jah­re alt ist (Aus­nah­men sind jedoch auch mög­lich, in denen bis zu drei Jah­re hin­zu­ge­rech­net wer­den). Zusätz­lich muss man die Berufs­ab­schluss­prü­fung mit min­des­tens 87 Punk­ten oder bes­ser als „gut“ abge­schlos­sen haben, bei einem über­re­gio­na­len beruf­li­chen Leis­tungs­wett­be­werb unter die bes­ten Drei gekom­men sein oder die beson­de­re Eig­nung durch eine (schrift­li­che) Begrün­dung des Arbeit­ge­bers oder der Berufs­schu­le nach­wei­sen. Dar­über hin­aus muss man zum Zeit­punkt der Bewer­bung einer beruf­li­chen Tätig­keit von min­des­tens 15 Arbeits­stun­den pro Woche nach­ge­hen. Alter­na­tiv muss man bei der Bun­des­agen­tur für Arbeit als arbeits­su­chend gemel­det sein.

10 preiswerte Möglichkeiten, sich weiterzubilden

Dass lebens­lan­ges Ler­nen nicht zwangs­läu­fig bedeu­tet, dass man etwas Berufs­qua­li­fi­zie­ren­des ler­nen muss, haben wir ja bereits fest­ge­stellt. Dazu kön­nen auch Din­ge gehö­ren, die Sie indi­vi­du­ell wei­ter­brin­gen und in ande­rer Wei­se for­dern. Doch auch hier stellt sich natür­lich die Fra­ge, wie man das finan­zie­ren soll. Die meis­ten kön­nen schließ­lich nicht das Geld für kost­spie­li­ge Wei­ter­bil­dun­gen oder Kur­se erüb­ri­gen. Es gibt jedoch auch die Mög­lich­keit, sich preis­güns­tig oder z. T. auch kos­ten­frei wei­ter­zu­bil­den. Wir haben für Sie zehn Mög­lich­kei­ten auf­ge­tan!

1. Coursera

Sie haben schon immer davon geträumt, an einer Eli­te­uni­ver­si­tät zu stu­die­ren? Cours­e­ra macht das mög­lich! Hier stel­len vie­le ame­ri­ka­ni­sche Uni­ver­si­tä­ten wie Stan­ford und Prince­ton Mate­ri­al gra­tis zur Ver­fü­gung. Aller­dings sind hier alle Kur­se i. d. R. auf Eng­lisch, sodass man sprach­lich eini­ger­ma­ßen fit sein muss.

2. Podcasts

Auch Pod­casts stel­len eine gute Mög­lich­keit dar, sich zu bestimm­ten The­men ein­ge­hen­der zu infor­mie­ren. Beson­ders prak­tisch: Pod­casts kann man auch sehr ein­fach unter­wegs auf dem Smart­pho­ne hören und man benö­tigt kei­nen Zugang zu einem PC. Ein beson­ders gelun­ge­ner Wis­sen­schafts­pod­cast ist bei­spiels­wei­se der Pod­cast For­schungs­quar­tett, der aus einer Koope­ra­ti­on Max-Planck-Gesell­schaft und dem Helm­holtz-Zen­trum für Umwelt­for­schung UFZ her­vor­geht. Hier wird sich jede Woche mit einem aktu­el­len The­ma aus der deut­schen For­schungs­land­schaft beschäf­tigt. Sie ken­nen sich mit Pod­casts nicht aus? Auch kein Pro­blem: In unse­rem Arti­kel Pod­casts für Anfän­ger sagen wir Ihnen, was Sie über Pod­casts wis­sen müs­sen.

3. Udemy

Ude­my ist eine ame­ri­ka­ni­sche E-Lear­ning-Platt­form, die ein sehr brei­tes Ange­bot an Kur­sen bie­tet. Die Platt­form umfasst mitt­ler­wei­le über 30 Mil­lio­nen Teil­neh­mer und 100.000 unter­schied­li­che Kur­se. Gra­tis sind die­se Kur­se jedoch nicht – durch vie­le Rabatt­ak­tio­nen pen­deln sich die Prei­se vie­ler Kur­se jedoch zwi­schen 9 und 22 Euro ein. Dafür wer­den die Video-Kur­se hier jedoch in rund 50 Spra­chen ange­bo­ten, sodass sich hier auch vie­le deut­sche Kur­se fin­den las­sen.

4. MOOIN

MOOIN steht für Mas­si­ve Open Online Inter­na­tio­nal Net­work. Hier­bei han­delt es sich um eine deut­sche Lern­platt­form von Oncam­pus, eine Toch­ter der Fach­hoch­schu­le Lübeck. Hier ist man vor allem an der rich­ti­gen Adres­se, wenn man Kur­se zu den The­men Mar­ke­ting, Video­er­stel­lung und Pro­jekt­ma­nage­ment bele­gen will. Die Kur­se sind über­wie­gend kos­ten­los.

5. YouTube

Auf You­Tube fin­det man näm­lich nicht nur Musik und nied­li­che Kat­zen­vi­de­os, son­dern auch aller­lei Anlei­tun­gen und Auf­zeich­nun­gen von Kon­fe­ren­zen, Vor­trä­gen, Tuto­ri­als und Vor­le­sun­gen. Unser Tipp: Wer Eng­lisch ler­nen oder auf­fri­schen möch­te, kann das mit der You­Tube-Rei­he Eng­lisch ler­nen mit Unter­ti­tel.

6. Volkshochschule (VHS)

Die Volks­hoch­schu­le bie­tet deutsch­land­weit ein sehr brei­tes Ange­bot an Kur­sen an – und zwar zum klei­nen Preis. Wer Schü­ler, Stu­dent oder erwerbs­los ist, hat sogar Anspruch auf eine Ermä­ßi­gung, die i. d. R. direkt auf der Home­page unter dem jewei­li­gen Kurs mit ange­zeigt wird.

7. Selbststudium

Natür­lich kann man sich auch durch das Lesen von Büchern und Fach­zeit­schrif­ten wei­ter­bil­den. Wer sich nur eine ers­te Über­sicht zu einem The­ma ver­schaf­fen will, kann auf Sekun­där­li­te­ra­tur zurück­grei­fen, die sich mit der Zusam­men­fas­sung von The­men­be­rei­chen beschäf­tigt. Ein Bei­spiel dafür wäre die Bücher­rei­he „… in 30 Sekun­den“ Kos­ten­punkt pro Buch beträgt 7,95 Euro. Für Fort­ge­schrit­te­ne eig­net sich die­se Lek­tü­re zwar nicht, dafür kann man aber ganz bei­läu­fig beim mor­gend­li­chen Kaf­fee Wis­sens­wer­tes ler­nen. Wie wäre es z. B. mit „Künst­li­che Intel­li­genz & Robo­tik in 30 Sekun­den“?

8. Europäischer Computer-Führerschein

Der Euro­päi­sche Com­pu­ter-Füh­rer­schein, auf Eng­lisch European Com­pu­ter Dri­ving Licence (ECDL) genannt, ist ein inter­na­tio­nal aner­kann­tes Zer­ti­fi­kat für Com­pu­ter­be­nut­zer. Der ECDL beschei­nigt Kennt­nis­se über Com­pu­ter und die Fähig­keit, bestimm­te Com­pu­ter­an­wen­dun­gen zu benut­zen. Den ECDL kann man mit ver­schie­de­nen Schwie­rig­keits­stu­fen erwer­ben, je nach indi­vi­du­el­lem Kennt­nis­stand. Die Kos­ten hier­für sind im Ver­gleich zu ande­ren Zer­ti­fi­ka­ten ver­gleichs­wei­se gering, vari­ie­ren jedoch je nach Prü­fungs­zen­trum. Gebüh­ren wer­den je Prü­fung erho­ben. Da es ins­ge­samt 1.500 Prü­fungs­zen­tren in Deutsch­land gibt, soll­te man am bes­ten ein Ange­bot von meh­re­ren Prü­fungs­zen­tren ein­ho­len, um die Prei­se vor­ab zu ver­glei­chen.

Der ECDL-Lehr­plan ist modu­lar auf­ge­baut und umfasst die Wis­sens­ge­bie­te:

  • Com­pu­ter-Grund­la­gen (Betriebs­sys­te­me und all­ge­mei­ne Grund­la­gen)
  • Online-Grund­la­gen (Inter­net und E-Mail)
  • Text­ver­ar­bei­tung (MS Word)
  • Tabel­len­kal­ku­la­ti­on (MS Excel)
  • Daten­ban­ken (MS Access)
  • Prä­sen­ta­tio­nen, Prä­sen­ta­ti­ons­pro­gram­me (MS Power­Point)
  • IT-Sicher­heit
  • Bild­be­ar­bei­tung
  • Online-Zusam­men­ar­beit (Online-Spei­cher­me­di­en, E-Lear­ning, Online-Kon­fe­ren­zen, Mobil­ge­rä­te)
  • Pro­jekt­pla­nung
  • E-Health
  • Daten­schutz
  • Schreib- und Gestal­tungs­re­geln nach DIN 5008 und
  • Rech­nungs­we­sen.

9. Gasthörer an einer Universität

Sie möch­ten an einer Uni­ver­si­tät unver­bind­lich an Vor­le­sun­gen teil­ha­ben, ohne jedoch gleich Prü­fun­gen abzu­le­gen? Dann schrei­ben Sie sich doch an einer Hoch­schu­le Ihrer Wahl (und einem Lehr­gang Ihrer Wahl) als Gast­hö­rer ein. Die Kos­ten dafür vari­ie­ren, lie­gen jedoch meist bei unge­fähr 125 Euro für ein Semes­ter (also etwa je hal­bes Jahr).

10. Tipp10

Man­che glau­ben, 10-Fin­ger-Schrei­ben sei nicht mehr zeit­ge­mäß. Dabei arbei­ten wir heu­te so viel wie nie am Com­pu­ter. Muss man nach jeder Tas­te auf der Tas­ta­tur suchen und ver­tippt man sich dabei dann auch noch andau­ernd, geht viel Zeit ver­lo­ren. Wer schnell und feh­ler­frei tip­pen kann, erspart sich daher viel unnüt­ze Kor­rek­tur­ar­beit. Bei Tipp10 kann man das kos­ten­frei anhand von prak­ti­schen Übungs­auf­ga­ben erler­nen. Schritt für Schritt wird man so zum 10-Fin­ger-Schreib­ta­lent!

Fazit

Lebens­lan­ges Ler­nen kann vie­les bedeu­ten. Wäh­rend der eine noch ein­mal einen ganz neu­en Beruf erlernt, nutzt die ande­re viel­leicht die freie Zeit, um end­lich den Schreib­kurs an der Volks­hoch­schu­le zu bele­gen. Wich­tig ist, dass man ein Leben lang neu­gie­rig bleibt und Lust auf Neu­es hat. Denn nur so bleibt man men­tal agil und sorgt dafür, dass man nicht abge­hängt wird. Dafür muss man nicht ein­mal viel Geld inves­tie­ren. Ent­we­der man kann dafür För­der­mög­lich­kei­ten durch Drit­te in Anspruch neh­men oder aber man sucht sich gleich eine preis­wer­te­re Alter­na­ti­ve. So oder so, wir wün­schen Ihnen viel Spaß beim Ler­nen und Aus­pro­bie­ren!

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