E‑Learning – die moderne Form des Lernens

Faktum / Weiterbildung
E-Learning mit dem Laptop von zuhause aus

Mit Beginn des neu­en Jah­res wird es bei Fak­tum einen neu­en Bereich geben: E‑Learning. Doch was wird eigent­lich alles unter dem Begriff zusam­men­ge­fasst?

Als ich kürz­lich ange­fan­gen habe mich in mei­nem jet­zi­gen Beruf mit dem The­ma E‑Learning aus­ein­an­der­zu­set­zen, habe ich mich in mei­ne Stu­di­en­zeit zurück­ver­setzt gefühlt. Ich habe mit E‑Learning direkt eine Lern­platt­form asso­zi­iert – spe­zi­ell das Lern­por­tal L²P, das mei­ne Uni nutzt und mich dabei an Fol­gen­des erin­nert:

L²P, das ist doch das Lern­por­tal …

  • … auf das Dozen­ten und Stu­den­ten zeit­gleich oder auch zeit­ver­setzt zugrei­fen kön­nen
  • … auf dem Dozen­ten ver­schie­de­ne Doku­men­te hoch­la­den, die von Stu­den­ten zum Nach- oder Vor­be­rei­ten eines Semi­nars die­nen
  • … wo ein Dis­kus­si­ons­fo­rum ein­ge­rich­tet ist, damit Stu­den­ten sich mit ande­ren Kom­mi­li­to­nen aus­tau­schen kön­nen
  • … in dem Stu­den­ten ihre Semi­nar­auf­ga­ben in einen Ord­ner hoch­la­den und per E‑Mail eine Rück­mel­dung vom Dozen­ten erhal­ten
  • … das Dozen­ten dafür nut­zen, um zu ver­kün­den, dass ein Semi­nar aus­fällt oder dar­auf hin­wei­sen, dass Klau­sur­er­geb­nis­se ein­ge­se­hen wer­den kön­nen

Wie Sie sehen, habe ich mit E‑Learning eine ganz kon­kre­te Asso­zia­ti­on gehabt, und zwar die einer digi­ta­len Lern­platt­form. Da E‑Learning auf ver­schie­de­nen Ebe­nen und in den unter­schied­lichs­ten Kon­tex­ten betrach­tet wer­den kann, möch­te ich mich an die­ser Stel­le auf fol­gen­de Fra­gen kon­zen­trie­ren:

  • Was ver­bin­den wir in unse­rem All­tags­le­ben mit E‑Learning und wo wer­den wir damit täg­lich kon­fron­tiert?
  • Wel­che wei­te­ren Ver­wen­dun­gen gibt es für den Begriff E‑Learning?
  • Wel­che Rol­le spielt E‑Learning bei Fak­tum?

E‑Learning als Ergebnis der Digitalisierung

Digi­ta­li­sie­rung spielt in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft eine enorm gro­ße Rol­le. Da auch die­ser Begriff sehr weit­läu­fig ist, kon­zen­trie­ren wir uns auf unse­ren All­tag. Schließ­lich sind wir in vie­len Situa­tio­nen des prak­ti­schen Lebens mit Digi­ta­li­sie­rung kon­fron­tiert.

Beispiele aus dem Alltag

Ein typi­sches Bei­spiel ist in die­sem Zusam­men­hang sicher­lich das Mobil­te­le­fon. Etwa 80 Pro­zent aller Han­dy­be­sit­zer in Deutsch­land haben ein Smart­pho­ne.

Mit unse­rem Smart­pho­ne nut­zen wir stän­dig unter­schied­li­che Apps, die als klei­ne Hel­fer des täg­li­chen All­tags fun­gie­ren. So kön­nen wir bei­spiels­wei­se über ent­spre­chen­de Apps unser Auto mit dem Han­dy ver­bin­den und so pro­blem­los, die auf dem Han­dy gespei­cher­te Musik, im Auto direkt abspie­len, Leu­te anru­fen oder bereits Minu­ten vor der Auto­fahrt die Kli­ma­an­la­ge anma­chen. Wis­sen wir bei einem Miss­ge­schick im Haus­halt nicht wei­ter oder möch­ten wir ein neu­es Koch­re­zept aus­pro­bie­ren, kön­nen wir dank Goog­le, You­Tube und Co. uns schnell und ein­fach Anre­gun­gen aus dem Inter­net holen.

Die­se weni­gen Bei­spie­le sol­len ver­deut­li­chen, dass Digi­ta­li­sie­rung in vie­le Berei­che unse­res Lebens durch­ge­drun­gen ist. Wir erach­ten den Umgang mit den unter­schied­lichs­ten Medi­en heut­zu­ta­ge als abso­lut selbst­ver­ständ­lich und kön­nen uns die­se gar nicht mehr weg­den­ken.

So scheint es nicht erstaun­lich, dass in den letz­ten Jah­ren auch das The­ma digitales/ elek­tro­ni­sches Ler­nen (E‑Learning) vor­wie­gend im Bil­dungs­be­reich einen immer grö­ße­ren Stel­len­wert ein­nimmt. Schließ­lich wird einem das Ler­nen und die eige­ne Wei­ter­bil­dung mitt­ler­wei­le sehr leicht gemacht, zumin­dest wenn man die­se Aus­sa­ge auf das Beschaf­fen von Lern­in­hal­ten bezieht.

Der Begriff E‑Learning alllgemein

Doch was ver­steht man alles unter E‑Learning? Schau­en wir uns den Begriff in sei­nen Bestand­tei­len genau­er an: Das eng­li­sche Wort „Lear­ning“ steht für das deut­sche Wort „Ler­nen“. Der Buch­sta­be „e“ steht im All­ge­mei­nen für „elek­tro­nisch“. Somit ist die deut­sche wört­li­che Über­set­zung Elek­tro­ni­sches Ler­nen. Da mit elek­tro­ni­schem Ler­nen, also E‑Learning jede Form des Ler­nens gemeint ist, die mit einem elek­tro­ni­schen Gerät statt­fin­det, fal­len erst­mal alle denk­ba­ren Arten des elek­tro­ni­schen Ler­nens hier­un­ter.

Im Fokus von E‑Learning steht immer das Leh­ren und Ler­nen mit digi­ta­len Medi­en. Vor allem in Hoch­schu­len, aber auch in der beruf­li­chen Aus­bil­dung hat sich im letz­ten Jahr­zehnt das PC-gestütz­te Ler­nen behaup­tet. Dabei gewin­nen vor allem PC-Klau­su­ren immer mehr an Stel­len­wert, da so ein effi­zi­en­tes Prü­fen vor allem über auto­ma­ti­sier­te Aus­wer­tungs­ver­fah­ren mög­lich ist.

Weitere Begriffe für E‑Learning

Für das com­pu­ter­ge­stütz­te Ler­nen wer­den neben E‑Learning häu­fig auch wei­te­re Begrif­fe ver­wen­det: Blen­ded Lear­ning, digi­ta­les Ler­nen, inte­grier­tes Ler­nen, mul­ti­me­dia­les Ler­nen, Online-Ler­nen, Open and Distan­ce Lear­ning, Tele­ler­nen oder auch Tele­lear­ning. Streng genom­men darf man nicht sagen, dass alle Aus­drü­cke exakt das­sel­be mei­nen und jeweils eine ande­re Bezeich­nung für E‑Learning dar­stel­len. Betrach­tet man näm­lich die Begrif­fe ganz genau, so stellt man fest, dass sich zwar bei­spiels­wei­se hin­ter Tele­lear­nen und Tele­lear­ning exakt das glei­che ver­birgt, Tele­lear­ning und Blen­ded Lear­ning wie­der­um, auch wenn oft­mals gleich gebraucht, einen jeweils etwas ande­ren Sinn haben.

Voranschreiten des E‑Learnings

Durch E‑Learning kann Bil­dung zugäng­li­cher gemacht wer­den. Men­schen, die weit weg woh­nen oder es sich bis­her nicht leis­ten konn­ten, haben mitt­ler­wei­le die Mög­lich­keit, sich Lern­in­hal­te über das Inter­net ein­zu­ho­len. Vor allem Men­schen, die durch Beruf und/ oder Fami­lie zeit­lich und ört­lich ein­ge­schränkt sind, kön­nen sich online wei­ter­bil­den. Lebens­lan­ges Ler­nen ist somit all­tags­taug­lich gewor­den. Da Com­pu­ter zuneh­mend mobi­ler wer­den, nimmt auch die zeit­li­che und ört­li­che Fle­xi­bi­li­tät des Ler­nens wei­ter zu. So ist es pro­blem­los mög­lich, Lern­vi­de­os auf dem Han­dy abzu­spie­len wäh­rend man in der Bahn sitzt oder sich Pod­casts von Vor­le­sun­gen beim Jog­gen anzu­hö­ren.

Auf­grund des immer wei­ter wach­sen­den Lern­an­ge­bots im Inter­net und den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Online-Semi­na­ren müs­sen wir heut­zu­ta­ge nicht mehr in die Stadt­bi­blio­thek gehen und uns ein Buch durch­le­sen, um uns Wis­sen anzu­eig­nen. Auch über­teu­er­te Busi­ness-Kur­se oder das Buchen von Sprach­rei­sen sind nicht mehr not­wen­dig, um sei­nen Wis­sens­ho­ri­zont neben­bei zu erwei­tern. Immer mehr E‑Lear­ning-Ange­bo­te ste­hen einem zur Ver­fü­gung und die Nach­fra­ge nach sol­chen Ange­bo­ten steigt ste­tig.

Laut einer Stu­die des Insti­tuts für Medi­en- und Kom­pe­tenz­for­schung konn­ten E‑Lear­ning-Platt­for­men ihren Umsatz in den letz­ten Jah­ren um 13,5 Pro­zent auf 582 Mil­lio­nen Euro stei­gern. Das Ange­bot an Online-Semi­na­ren ist dabei weit gefä­chert: Klas­si­sche Sprach­kur­se wer­den eben­so ange­bo­ten wie Pro­gram­mier­schu­lun­gen oder auch Marketing‑, und Füh­rungs-Work­shops.

Vie­le Per­so­na­ler sehen in E‑Learning vor allem das Kri­te­ri­um der Zeit- und Orts­un­ab­hän­gig­keit als gro­ßen Vor­teil. Des Wei­te­ren pro­fi­tie­ren sowohl Mit­ar­bei­ter als auch Unter­neh­men von die­ser Mög­lich­keit der Qua­li­fi­zie­rung: Der Mit­ar­bei­ter hat neu­es Wis­sen erwor­ben und das Unter­neh­men pro­fi­tiert, da womög­lich das Image des Unter­neh­mens, auf­grund der gege­be­nen inter­nen Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­keit, steigt.

Formen des E‑Learnings

Wie bereits fest­ge­stellt, han­delt es sich bei E‑Learning um jede Form des Ler­nens unter Zuhil­fe­nah­me von digitalen/ elek­tro­ni­schen Medi­en. Wenn jemand also eine Fremd­spra­che eigen­stän­dig erler­nen möch­te und dafür das Inter­net nutzt (liest sich auf Platt­for­men etwas zur Gram­ma­tik durch, schaut sich zur kor­rek­ten Aus­spra­che Vide­os bei You­Tube an etc.), so han­delt es sich hier­bei um E‑Learning. Wenn sich jemand statt­des­sen eine DVD kauft und sich mit mit­hil­fe der DVD ver­sucht eine frem­de Spra­che anzu­eig­nen, spricht man eben­falls von E‑Learning.

Kriterien des E‑Learnings

Was die­se Bei­spie­le gemein­sam haben, ist die Tat­sa­che, dass jeweils ein elek­tro­ni­sches, ein digi­ta­les Medi­um zum Ler­nen her­an­ge­zo­gen wird, wie in den Bei­spie­len in Form von Inter­net­vi­de­os oder einer DVD. Zudem erfolgt das Ler­nen orts- und zeit­un­ab­hän­gig. Der Ler­nen­de ist an kei­ne leh­ren­de Per­son oder kei­ne bestimm­te Zeit gebun­den und kann kom­plett selbst­stän­dig ent­schei­den, wann, wo und wie lan­ge er sich mit dem Ler­nen beschäf­ti­gen möch­te. Des Wei­te­ren kön­nen die Ler­nen­den ihr Lern­tem­po eigen­stän­dig bestim­men.

Kriterium: Ort- und Zeitunabhängigkeit

E‑Learning lässt sich aller­dings nicht nur anhand der Kri­te­ri­en Ort- und Zeit­un­ab­hän­gig­keit aus­ma­chen. Wenn Stu­den­ten bei­spiels­wei­se zuhau­se sit­zen und eine live auf­ge­zeich­ne­te Vor­le­sung aus dem Hör­saal über ihren Lap­top mit­ver­fol­gen, han­delt es sich auch um E‑Learning. Um die Vor­le­sung nicht zu ver­pas­sen, müs­sen die Stu­den­ten in die­sem Bei­spiel zu genau dem Zeit­punkt der Vor­le­sung, auch wenn nicht direkt vor Ort anwe­send, so zumin­dest über den Lap­top prä­sent sein. Wenn die Vor­le­sung jedoch auf­ge­zeich­net, gespei­chert und zum Nach­hö­ren online bereit­steht, ist es dann natür­lich wie­der mög­lich, zeit­un­ab­hän­gig an der Vor­le­sung teil­zu­neh­men.

Kriterium: Kombiniertes Lernen

In die­sem Bei­trag möch­te ich mit dem Begriff E‑Learning ein zum her­kömm­li­chen Unter­richt zusätz­li­ches, unter­stüt­zen­des Ler­nen ver­ste­hen. Wenn bei Bil­dungs­trä­gern, wie bei­spiels­wei­se Fak­tum, Per­so­nen an einer Umschu­lung teil­neh­men, dann sind sie meist bis mit­tags im Unter­richt vor Ort anwe­send und erhal­ten zusätz­lich von den Dozen­ten Arbeits­ma­te­ria­li­en über eine Lern­platt­form gestellt, die sie von zuhau­se aus bear­bei­ten. So han­delt es sich bei die­ser Form des Ler­nens um eine wei­te­re Art des E‑Learnings. Hier­bei wer­den zwei Ebe­nen ver­mischt: Zum einen hat man die Ebe­ne, dass der Ler­nen­de von einer Per­son unter­rich­tet wird (ort- und zeit­ab­hän­gig) und zum ande­ren erfolgt das Ler­nen im Anschluss von zuhau­se aus (orts- und zeit­un­ab­hän­gig). Man hat also eine Art kom­bi­nier­tes Ler­nen.

E‑Learning bei Faktum

Auch bei Fak­tum hat das The­ma E‑Learning einen Stel­len­wert. Hier wird der Begriff Tele­lear­ning gebraucht und fin­det u. a. bei der 24-mona­ti­gen Umschu­lung zur/ zum Kauf­frau/-mann im Groß- und Außen­han­del Ver­wen­dung. Fak­tum wird zukünf­tig die Lern­platt­form Mood­le zur Bereit­stel­lung von E‑Lear­ning-Inhal­ten nut­zen und steht damit noch in den Anfän­gen.

Moodle allgemein

Mood­le ist eine Open-Source-Lern­platt­form. Das bedeu­tet, dass die­se Platt­form frei zugäng­lich und kos­ten­los zur Ver­fü­gung steht. Mood­le ist welt­weit ver­brei­tet: Über 116 Mil­lio­nen Nut­zer in über 233 Län­dern arbei­ten mit Mood­le. Über 14 Mil­lio­nen Kur­se sind ein­ge­tra­gen. Mood­le wird unter ande­rem in Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len, pri­va­ten Bil­dungs­trä­gern, öffent­li­chen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men genutzt. In Mood­le kön­nen ver­schie­de­ne Kur­se ver­an­stal­tet und Lehr­in­hal­te ver­wal­tet wer­den. Zudem ent­hal­ten die vir­tu­el­len Kurs­räu­me Funk­tio­nen wie Blogs, Mes­sen­ger oder auch Wiki.

Moodle bei Faktum

Für den kon­kre­ten Fall der Umschü­ler Kauf­frau/-mann im Groß- und Außen­han­del bei Fak­tum sieht es so aus, dass die Teil­neh­men­den von Mon­tag bis Frei­tag von 8.30 bis 13.45 Uhr im Unter­richt anwe­send sind. Zusätz­lich wer­den von den Dozen­ten in Mood­le Auf­ga­ben hoch­ge­la­den, die den im Unter­richt ver­mit­tel­ten Stoff wei­ter ver­tie­fen. Die­se Auf­ga­ben haben einen wöchent­li­chen Umfang von 10 Unter­richts­stun­den und die Bear­bei­tung erfolgt mit frei­er Zeit­ein­tei­lung von zu Hau­se aus online, direkt über Mood­le.

Vorteile von Moodle allgemein

Die zukünf­ti­ge Nut­zung von Mood­le bringt für die Teil­neh­men­den und Dozen­ten Vor­tei­le:

  • Eine Ver­ein­heit­li­chung ist gege­ben: Die Auf­ga­ben­er­stel­lung erfolgt in einem ein­heit­li­chen For­mat.
  • Die Erstel­lung unter­schied­li­cher Auf­ga­ben­ty­pen (Frei­text­auf­ga­ben, Lücken­text­auf­ga­ben, Zuord­nungs-Auf­ga­ben, Mul­ti­ple-Choice-Auf­ga­ben etc.) ist gege­ben.
  • Die Dozen­ten kön­nen fest­le­gen, zu wann bestimm­te Auf­ga­ben bear­bei­tet sein müs­sen, wie viel Zeit die Teil­neh­men­den dafür haben und ob rich­ti­ge Lösun­gen nach Bear­bei­tung ange­zeigt wer­den sol­len.
  • Es ist mög­lich nach­zu­ver­fol­gen, wel­cher Teil­neh­men­de zu wel­chem Zeit­punkt zuletzt im Lern­por­tal ange­mel­det.
  • Man kann ein­se­hen, wel­che Auf­ga­ben von wel­chem Teil­neh­men­den bereits bear­bei­tet wur­den und wie viel Zeit hier­für auf­ge­wen­det wur­de.
  • Im Dis­kus­si­ons­fo­rum kön­nen sich die Teil­neh­men­den unter­ein­an­der und/ oder mit Dozen­ten aus­tau­schen.

Das ist nur ein Aus­zug der Vor­tei­le von Mood­le und somit von E‑Learning. Wich­tig ist vor allem, dass hier­mit eine Ver­ein­heit­li­chung und regel­mä­ßi­ge Über­prüf­bar­keit der zu bear­bei­ten­den Auf­ga­ben ein­her­geht. Ver­ein­heit­li­chung meint, dass alle Lern­auf­ga­ben in Mood­le ein­ge­pflegt und auch nur dar­über bear­bei­tet wer­den. Es besteht somit nicht mehr die Gefahr, dass Aus­zü­ge aus Büchern, in womög­lich schlech­ter Qua­li­tät, hoch­ge­la­den wer­den.

Vorteile für Dozenten

Die Dozen­ten pro­fi­tie­ren vor allem davon, dass sie regel­mä­ßig kon­trol­lie­ren kön­nen, wel­che Umschü­ler zu wel­chem Zeit­punkt zuletzt bei Mood­le ange­mel­det waren. Dabei kön­nen sie ein­se­hen, wer sei­ne Auf­ga­ben bereits bear­bei­tet hat. Zudem besteht die Mög­lich­keit, Aus­re­den der Teil­neh­men­den zu mini­mie­ren. Als in der Ver­gan­gen­heit Mul­ti­ple-Choice-Auf­ga­ben in Form von PDF-Doku­men­ten im der­zeit noch genutz­ten Lern­por­tal von Fak­tum hoch­ge­la­den wur­den, muss­ten die Teil­neh­men­den die Auf­ga­ben zunächst aus­dru­cken, um ihre Lösun­gen anzu­kreu­zen. Wenn ein Teil­neh­men­der die Auf­ga­ben nicht bear­bei­ten woll­te, konn­te er die Aus­re­de benut­zen, dass der Dru­cker nicht funk­tio­niert hat. So war letz­ten Endes die Auf­ga­ben­be­ar­bei­tung nicht mög­lich.

Vorteile für Teilnehmende

Aber auch für die Teil­neh­men­den gehen mit dem neu­en Lern­por­tal Vor­tei­le ein­her. Unter der Vor­aus­set­zung, dass das Lern­por­tal jeder­zeit online zur Ver­fü­gung steht, ist die Bear­bei­tung von Auf­ga­ben zu jedem Zeit­punkt über nur ein ein­zi­ges Medi­um (PC oder Note­book oder Mobil­te­le­fon) mög­lich. Mit per­so­na­li­sier­ten Log­in-Daten ste­hen den Teil­neh­men­den ein Lern­por­tal mit Auf­ga­ben zur Ver­fü­gung. Man benö­tigt nichts Wei­te­res: kei­nen Dru­cker zum Aus­dru­cken von Doku­men­ten, kei­ne Stif­te, kei­ne Auf­ga­ben­hef­te, kei­ne Übungs­blät­ter, kei­ne Ord­ner etc. Alles geschieht über ein ein­zi­ges Lern­por­tal. Die Dozen­ten stel­len Auf­ga­ben rein, schrei­ben in Foren Ankün­di­gun­gen und legen fest, zu wann eine Bear­bei­tung der Auf­ga­ben erfolgt. Sie über­prü­fen die Auf­ga­ben und geben Rück­mel­dung an die Teil­neh­men­den.

Fazit

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass mit Vor­an­schrei­ten der Digi­ta­li­sie­rung, das The­ma E‑Learning einen immer grö­ße­ren Stel­len­wert erhal­ten hat. Wir haben gese­hen, dass E‑Learning unter­schied­li­che For­men anneh­men kann und in vie­le Berei­che durch­ge­drun­gen ist.

So wie wir E‑Learning hier begrei­fen, sehen wir vor­wie­gend die Vor­tei­le des E‑Learnings. Natür­lich bringt die­se Form des digi­ta­len Ler­nens eben­falls Nach­tei­le mit sich. Dank E‑Learning fin­det eine deut­li­che Ver­ein­fa­chung der Pro­zes­se des Ler­nens statt. Es ist mög­lich, zeit- und orts­un­ab­hän­gig zu ler­nen. Wenn man allei­ne lernt, kann man sein Lern­tem­po eigen­stän­dig bestim­men. Wenn man in einer Grup­pe am Unter­richt teil­nimmt, pro­fi­tie­ren Leh­ren­de und Ler­nen­de von den Vor­tei­len des Prä­senz­un­ter­richts.

Wir dür­fen also gespannt sein, wie sich die Form des digi­ta­len Ler­nens wei­ter eta­blie­ren wird. Inter­es­sant wird es zukünf­tig auch für die Umschü­ler bei Fak­tum, die dem­nächst mit dem neu­en Lern­por­tal Mood­le arbei­ten wer­den. Wir freu­en uns jetzt schon auf die Reso­nanz!

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